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Facebook-Ads vs. Pinterest-Ads – Was ist besser und günstiger?

Brauchst du Promoted Pins, wenn du bereits (erfolgreich) Werbung auf Facebook schaltest? 

Ich denke, ja! Denn Pinterest-Ads funktionieren in einem entscheidenden Punkt ganz anders als Facebook-Ads. Und sie locken gerade mit günstigeren Preisen. 

Lass uns Facebook-Ads und Promoted Pins doch einfach mal miteinander vergleichen …

Facebook-Ads-vs-Pinterest-Ads-Pin.png


1 | Targeting-Optionen 

Eins der wichtigsten Elemente für deine Werbekampagne ist das Targeting. Denn beim Targeting legst du fest, wem deine Werbeanzeige später überhaupt gezeigt werden soll. Je besser du weißt, wen du mit deiner Werbeanzeige überhaupt erreichen willst, desto größer der Aussicht auf Erfolg. (Versuch mal jemandem Katzenfutter zu verkaufen, der einen Wellensittich hat … schwierig!)

Targeting-Optionen bei Facebook-Ads

Bei Facebook kannst du das Targeting auswählen nach:

  • demographischen Gesichtspunkten (Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, Beruf etc.)

  • Standort (Länder, Städte und Gemeinden)

  • Interessen (von Bio-Lebensmitteln bis Actionfilme)

  • Verhalten (Kaufverhalten, Nutzung von Geräten etc.)

  • Verbindungen (Freunde der Nutzer, die deine Seite geliket haben etc.)

Targeting-Optionen bei Pinterest-Ads

Die Targeting-Optionen bei Promoted Pins sind ähnlich, aber im Detail bei Weitem nicht so mächtig. Sie beinhalten:

  • demographische Gesichtspunkte (Geschlecht, Alter in Deutschland vorerst nicht möglich)

  • Standort (Länder und/oder bestimmte Regionen in Deutschland)

  • Interessen (Einrichtungsideen, gesunde Ernährung etc.)

  • Verhalten (Nutzung von Geräten)

  • Keywords („vegan grillen“, „Kinderzimmer Ideen“ etc.)

Wichtig zu verstehen ist nun Folgendes: Das Targeting nach Interessen und demographischen Gesichtspunkten ist nicht unbedingt das, worauf es bei Promoted Pins ankommt. 

Die Goldmine ist das Targeting mittels Keywords!

Das ist ein Feature, das Facebook-Ads so nicht haben. Verständlich, denn Facebook ist ein Social-Media-Kanal, während Pinterest eine Suchmaschine ist. Insofern stehen Facebook-Ads und Promoted Pins für zwei unterschiedliche Herangehensweisen:

Während du mit deiner FB-Ad problemlos über 30 Jahre alte Frauen aus Berlin erreichen kannst, die zwei Kinder haben, sich vegan ernähren und selbstständig sind, würdest du dich mit deinem Promoted Pin eher an die Frauen richten, die nach „vegan grillen“, „selbstständig machen“ oder „Kinderzimmer Ideen“ suchen. 

Das eine ist nicht unbedingt schlechter als das andere.

Hier zeigt sich ganz deutlich, dass Facebook-Ads und Promoted Pins eine großartige Ergänzung zueinander sind, die dich ein Maximum von Menschen erreichen lassen. 

 


2 | Mögliche Werbeziele

Apropos erreichen … Welche Ziele kannst du mit Facebook-Ads und Promoted Pins überhaupt erreichen? 

Gucken wir uns die einzelnen Werbeziele mal genauer an:

Mögliche Werbeziele bei Facebook-Ads 

  • Bekanntheit

    • Die Bekanntheit deines Unternehmens, deiner Marke oder deiner Dienstleistung erhöhen (Markenbekanntheit)

    • Deine Anzeige so vielen Menschen in deiner Zielgruppe wie möglich zeigen (Reichweite)

  • Erwägung

    • Personen von Facebook zu einer bestimmten URL leiten (Traffic)

    • Personen zum Interagieren (Liken, Kommentieren, Teilen) bringen (Interaktion)

    • App-Installation

    • Videoaufrufe

    • Newsletter-Anmeldungen sammeln (Leadgenerierung) 

    • Kontakte mit Facebook-Nutzern knüpfen (Nachrichten)

  • Conversion

    • Personen zu bestimmten Handlungen (Registrierung, Kauf etc.) motivieren (Conversions)

    • Produkte aus dem Katalog deines Online Shops anzeigen (Katalogverkäufe)

    • Deinen physischen Unternehmensstandort für Personen hervorheben, die sich in der Nähe befinden (Store Traffic)

Quelle: Das richtige Werbeziel auswählen

Mögliche Werbeziele bei Promoted Pins

  • Awareness steigern

    • Personen dabei helfen, deine Marke und/oder deine Produkte zu entdecken (Brand Awareness)

    • Für mehr Aufmerksamkeit für deine Videos sorgen (Videoaufrufe)

  • Markenpräferenz bilden

    • Mehr Menschen zu einer bestimmten URL leiten (Traffic)

    • App-Installationen

  • Conversions steigern

Auf den ersten Blick bietet Facebook mehr mögliche Ziele für deine Werbekampagne. Doch meistens sind für dich als Selbstständige/Unternehmerin/Bloggerin sowieso nur zwei Ziele relevant: Traffic und Conversions.

Und da ist es für dich wichtig zu wissen, dass du sowohl mit Facebook-Ads als auch mit Promoted Pins Traffic sowie Conversions generieren kannst. 

Das heißt, sowohl mit Facebook-Ads als auch mit Promoted Pins kannst du

  • deine Reichweite auf der jeweiligen Plattform erhöhen

  • mehr Menschen auf deine Website bekommen

  • und für mehr Newsletter-Anmeldungen sorgen

 
Kampagnenziele Pinterest-Ads.png
 


3 | Preise 

Es ist extrem schwierig (und unseriös!) genaue Preise zu versprechen. Denn die Preise, die du für Klicks oder Conversions bezahlst, hängen immer von deiner Nische und der Konkurrenz ab – völlig egal, ob du auf Facebook oder auf Pinterest wirbst. (Vielleicht hast du mit Facebook-Ads selbst bereits die Erfahrung gemacht, dass Werbeanzeigen kurz vor Weihnachten, Muttertag oder Black Friday besonders teuer sind – einfach weil so viele Menschen in der Zeit werben …)

Was ich dir aber gerne zeigen kann, ist ein Beispiel für meine Nische und welche Klick- und Conversion-Preise mit Promoted Pins hier möglich sind: 

 
 


Mit einem Budget von 10 Euro kannst du bereits 129 Klicks erzielen, was rund 8 Cent pro Klick macht, und 10 Conversions, was 99 Cent (!) pro Conversion ergibt. 

Im gleichen Zeitraum habe ich bei meinen Facebook-Ads das Doppelte für eine Newsletter-Anmeldung (1,84 Euro) gezahlt, was für Facebook-Verhältnisse immer noch ganz okay ist. Aber wie du siehst, schien die Konkurrenz in diesem Zeitraum auf Pinterest noch geringer zu sein …

Bei dem Thema Preis würde ich Pinterest klar im Vorteil sehen. Doch eines solltest du dir bewusst sein: Günstige Preise sind auf Pinterest nicht gegeben – auch hier steht natürlich die richtige Keyword- und Zielgruppen-Strategie dahinter.

 
 

4 | Grafik

Wurde deine FB-Ad schon einmal abgelehnt, weil auf der Grafik zu viel Text war? Jupp, ist mir früher auch ständig passiert. Und auch wenn es die 20-Prozent-Regel offiziell gar nicht mehr auf Facebook gibt: Wenn deine Werbeanzeige zu viel Text auf der Grafik enthält, wird sie nicht optimal ausgespielt oder sogar ganz abgelehnt.

Pinterest hingegen ist es völlig schnuppe, wie viel Text du auf der Grafik deiner Werbeanzeige verwendest. Also: Tob dich hier gerne aus und verwende so viel oder wenig Text, wie du möchtest. 

Erneut: Klarer Vorteil Pinterest.

5 | Platzierung

Wo kannst du deine Werbeanzeige überhaupt anzeigen lassen? 

Bei Facebook-Ads hast du die Qual der Wahl: Facebook-Feed, Instagram-Feed, Facebook-Marketplace, Video-Feed, rechte Spalte, Messenger Inbox, Facebook Stories, Instagram Stories und … ich glaube, ich erspare dir eine erschöpfende Aufzählung aller möglichen Platzierungen.

Bei Pinterest-Ads hast du gerade mal zwei Optionen: Start Feed oder Feed der Suchergebnisse (oder auch beide). Klingt wenig, aber andererseits: Auf Pinterest gibt es eben keine rechte Spalte oder Stories. Insofern kannst du auch nicht auswählen, was gar nicht da ist. 

Aber gut: Vorteil Facebook im Punkt Platzierungen.

6 | Wenn die Werbekampagne vorbei ist …

Alles hat ein Ende, so irgendwann auch deine Werbekampagne. 

Auf Facebook passiert nun Folgendes: nichts.

Deine Werbeanzeige wird nicht mehr im Feed der Facebook-Nutzer angezeigt. Sie generiert keinen Traffic und keine Conversions mehr für dich. Sie verschwindet im Facebook-Nirwana – bis du dich dazu entschließt, sie erneut laufen zu lassen. 

Auf Pinterest passiert nun Folgendes: so einiges.

Deine Werbeanzeige kann, während sie von Pinterest ausgespielt wird, wie ein gewöhnlicher Pin auf anderen Pinnwänden gepinnt werden (was Pinterest-Nutzerinnen tatsächlich auch machen!) und wird für dich weiterhin Traffic und Conversions generieren, selbst wenn deine Kampagne vorbei ist und du keinen weiteren Cent mehr in die Werbeanzeige steckst. 

Pinterest Ads Earned Impressions.png
 


In diesem Beispiel haben meine Pins mehr als 10 000 organische Impressions und 132 Interaktionen durch ehemalige Werbeanzeigen erhalten. Somit kann auch dein organischer Pinterest-Traffic von Promoted Pins profitieren!

Hier sind Promoted Pins für mich der klare Gewinner gegenüber Facebook-Werbeanzeigen!

Facebook-Ads vs. Pinterest-Ads – Fazit:

  • Targeting: Unentschieden – Hier ist eine Plattform nicht besser als die andere. Vielmehr ergänzen sie sich phänomenal!

  • Kampagnenziele: Unentschieden – Traffic und Conversions lassen sich bei beiden Plattformen als Werbeziel festlegen (und erreichen!) 

  • Preise: Gewinner Pinterest (zumindest bei meinen Tests)

  • Werbeanzeigen-Grafik: Gewinner Pinterest

  • Platzierungen: Großer Vorteil für Facebook

  • Nach der Werbeanzeige: Gewinner Pinterest

Die Frage, ob du Promoted Pins brauchst, auch wenn du schon Facebook/Instagram-Ads schaltest, würde ich insofern mit einem klaren, lauten „Unbedingt!“ beantworten. 

Und wenn du jetzt Lust hast, deine erste Werbekampagne auf Pinterest zu erstellen – im kostenlosen Promoted Pins Start Guide führe ich dich durch alle notwendigen Schritte.