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Pinterest-Gruppenboards – der ultimative Guide

Pinterest-Gruppenboards – gefühlt kursieren über kaum ein Pinterest-Thema so viele Mythen und Halbwahrheiten. Was Gruppenboards sind und wie du sie 2019 strategisch für dein Pinterest-Marketing nutzt, habe ich in diesem ultimativen Guide für dich zusammengetragen. Psssst … Eine kostenlose Liste mit über 800 deutschsprachigen Gruppenboards gibt es für dich auch!

Pinterest Gruppenboards.png

Was sind Gruppenboards?

Ein Gruppenboard ist eine Pinnwand, bei der zwei oder mehr Pinterest-Nutzer zusammen pinnen.

Pinterest hat Gruppenboards ursprünglich mit dem Gedanken ins Leben gerufen, dass wir mit anderen kollaborieren, wenn wir Ideen sammeln.

Das kann die Mutter sein, mit der du zusammen Hochzeitsideen für deinen Bruder suchst. Oder auch deine Kundin, mit der du Ideen für ein gemeinsames Projekt pinnst.

Inzwischen werden Gruppenboards aber vor allem zur Steigerung der Reichweite auf Pinterest verwendet – eine Funktion, die Pinterest so gar nicht beabsichtigt hatte.


Warum sollte ich bei Gruppenboards mitmachen?

Wie gesagt: Reichweite!

Vor allem wenn du noch am Anfang deiner Pinterest-Karriere stehst, sind Gruppenboards eine gute Strategie, um deine Pins einem größeren Publikum zu präsentieren.

Hast du beispielsweise 1000 Follower und das Gruppenboard, bei dem du mitpinnst, 10 000 Follower, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Pins gesehen werden, um ein Vielfaches an.

Zudem sind Gruppenboards natürlich eine tolle Möglichkeit, um mit Kolleginnen in deiner Nische ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.


Ich dachte, Gruppenboards sind wieder out? Was stimmt denn nun?!

Fakt ist: Die Reichweite von Gruppenboards wird seit einiger Zeit von Pinterest begrenzt.

Das heißt nicht, dass du nun gar nicht mehr auf Gruppenboards pinnen solltest. Das heißt lediglich, dass du dich am besten nicht ausschließlich auf Gruppenboards verlässt und unbedingt vorrangig eigene Pinnwände erstellst.

In Zahlen ausgedrückt:

Wer 30 eigene Pinnwände hat und zusätzlich bei 5 Gruppenboards mitmacht, ist besser aufgestellt als jemand, der bei 30 Gruppenboards mitmacht und lediglich 5 eigene Pinnwände bespielt.

Das Wichtigste sind also immer noch deine eigenen Pinnwände. Gruppenwände sind sind lediglich die Kirsche auf der Sahnehaube deines Eisbechers.


Heißt das jetzt, dass ich unbedingt ein eigenes Gruppenboard brauche?

Jein.

Gruppenpinnwände sind natürlich eine tolle Möglichkeit, deine Expertise auf Pinterest zu etablieren und mit Kollegen in Kontakt zu kommen.

Unterschätze aber nicht den Aufwand, der mit dem Betreuen eines Gruppenboards zusammenhängt. Ich schätze, dass du pro Woche schon mindestens eine Stunde brauchst, um dein(e) Gruppenboard(s) zu managen.


Ok, und wie erstelle ich jetzt ein eigenes Gruppenboard?

Easy peasy lemon squeezy: Erstelle eine ganz reguläre Pinnwand und füge unter „Einladen“ Pinterest-Nutzer hinzu.

Gut, ich habe ein eigenes Gruppenboard erstellt – und wie finde ich nun Leute, die bei mir mitpinnen?

Da würde ich zunächst auf dein Netzwerk zurückgreifen: Welche Kollegin ist ebenfalls auf Pinterest unterwegs? Schreibe sie an und frage sie, ob sie Lust hat, bei deinem Gruppenboard mitzumachen. Aber füge sie nicht einfach so hinzu. Das finde ich persönlich genauso übergriffig wie das ungefragte Hinzufügen in eine FB-Gruppe.

Langfristig ist es natürlich gut, auf Pinterest-SEO zu setzen und dein Gruppenboard mit relevanten Keywords zu optimieren. So stellst du sicher, dass dein Gruppenboard als Ergebnis auftaucht, wenn Pinterest-Nutzer nach einem bestimmten Begriff suchen.

Und wenn da erstmal einige bei deinem Gruppenboard mitmachen, trudeln die Anfragen sowieso ganz automatisch ein.

Wenn dir der Aufwand mit einem eigenen Gruppenboard doch zu hoch ist, dann mache lieber erst einmal bei anderen Gruppenboards mit.


Ok und wie finde ich andere Gruppenboards?

Wenn du es dir ganz einfach machen willst, dann holst du dir meine kostenlose Liste mit den 800+ deutschsprachigen Gruppenboards.


Ansonsten kannst du auch gerne bei Pinterest nach dem Begriff „Gruppenboard“ suchen und dann beim Filter auf „Pinnwände“ klicken.

Pinterest Gruppenboard suchen

Inzwischen hat es sich ja herumgesprochen, dass Pinterest eine Suchmaschine ist. Deshalb ergänzen viele Pinterest-Nutzer ihre Gruppenboards ganz gezielt mit dem Keyword „Gruppenboard“.


Und wie komm ich da am besten rein…?

Meistens steht in der Gruppenboardbeschreibung, was du machen musst, z. B. Pinnwand folgen und Gruppenboardersteller eine Nachricht via Pinterest oder E-Mail schreiben.

Seit Neuestem haben einige Pinnwände auch einen Anfragen-Button. So geht es natürlich am schnellsten.

Übrigens: Du glaubst gar nicht, wie viele E-Mails ich bekomme, die ungefähr so aussehen:

„Hi, ich bin xy. Fügst du mich bitte deinem Gruppenboard hinzu?“

Das Problem an solchen Anfragen ist, dass sie einen enormen Mehraufwand für mich oder jeden anderen Empfänger bedeuten, denn aus der Nachricht wird nicht klar,

  • um welche Pinnwand es geht (viele Pinterest-Nutzer haben eine ganze Reihe an Pinnwänden)

  • wen ich überhaupt hinzufügen soll

Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Anfragen im Sande verlaufen, ist sehr, sehr groß. Die meisten werden sich nämlich nicht die Mühe machen, auf deiner Website zu gucken oder nochmal per Mail nachzufragen.

Verlinke in deiner Mail deshalb unbedingt dein Pinterest-Profil und schreibe zur Sicherheit auch nochmal ganz explizit, bei welchem Gruppenboard du mitmachen willst.

Auch die Strategie „Füge mich einfach zu allen Gruppenboards von dir hinzu, die passen könnten“, ist alles andere als empfehlenswert. Wenn du bei einem Gruppenboard mitmachen willst, solltest du dir die Mühe machen und nicht der Gruppenboard-Ersteller.

Ich kann dir versichern, dass sich kaum jemand die Arbeit machen wird, deinen Account und/oder deine Website genau zu analysieren, um dann zu entscheiden, welches der eigenen Gruppenboards passt.

Und last but not least: Folge am besten dem Gruppenboard, auch wenn nichts dergleichen in den Gruppenregeln steht. Denn ansonsten hat Pinterest manchmal Probleme, deinen Account zu finden, wenn die Pinnwand-Ersteller dich hinzufügen wollen.

Und es soll ja nicht daran scheitern.


Was hat es mit den Gruppenregeln auf sich?

Vielen Gruppenboarderstellern ist es wichtig, dass bestimmte Regeln eingehalten werden: nicht mehr als zwei Pins pro Blogartikel, keine Affiliate-Links. Was auch immer verlangt wird – wer nicht in Ungnade verfallen will, sollte sich unbedingt an die Regeln halten.

Wenn du von Vornherein weißt, dass du die Regeln doof findest, dann mache am besten gar nicht erst bei dieser Pinnwand mit, sondern suche dir eine andere.


Und woher weiß ich, welche Gruppenboards am besten sind?

Ganz einfach: die Gruppenboards, die für dich funktionieren und für ordentlich Interaktion mit deinen Pins sorgen.

Natürlich weißt du das nicht unbedingt im Vorhinein, sondern musst jedes Gruppenboard eine Zeit lang (z.B. via Tailwind) im Auge behalten.

Zum Start würde ich dir die Gruppenboards zum Mitpinnen empfehlen, die mehr Follower haben als du (denn sonst bringt es dir kaum nennenswerte zusätzliche Reichweite) und zwischen 50 und 100 Mitpinner haben. Das ist jetzt keine exakte Wissenschaft, aber meine Beobachtung ist, dass Gruppenboards mit deutlich mehr als 100 Pinnern oft zur Linkschleuder mutieren und und eine niedrigere Interaktionsrate aufweisen.

Und schließlich würde ich dir empfehlen, ausschließlich bei deutschsprachigen Gruppenboards mitzumachen. Englischsprachige Pinterest-Nutzer werden nämlich kaum an deinen deutschsprachigen Inhalten interessiert sein.

Kann ich Gruppenboards auch wieder verlassen?

Na klar! Nur weil du einmal bei einem Gruppenboard mitmachst, heißt es nicht, dass es für immer so bleiben muss. Ganz im Gegenteil.

Wie gesagt, empfehle ich dir sogar ausdrücklich, die Gruppenboards, bei denen du mitmachst, in den Tailwind Board Insights regelmäßig zu evaluieren und nur bei den Gruppenboards mitzupinnen, die auch Interaktion mit deinen Pins erzeugen.

Gruppenboards, die nicht für dich funktionieren, rauben dir im besten Fall Zeit und Energie (man denke nur an all die Regeln, die man bei Gruppenboards beachten muss!) und beeinflussen im schlimmsten Fall die Performance deiner Pins negativ. Zumindest vermuten viele Pinner, dass die Umgebung, in der ein Pin erscheint, Einfluss auf die Performance des Pins hat. Eine offizielle Bestätigung oder Widerlegung von Pinterest gibt es aber meines Wissens nicht. Aber wenn eine Gruppenpinnwand sowieso nicht für dich funktioniert, gibt es keinen Grund, an ihr festzuhalten.

Pinterest Gruppenboard verlassen

Um ein Gruppenboard zu verlassen, klickst auf den Stift, um die entsprechende Pinnwand zu bearbeiten, und dann bei deinem Namen auf „Verlassen“. Fertig!


Und nun wünsche ich dir viel Spaß bei der Umsetzung und happy Pinning!