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Wie du die 10 Millionen monatlichen Betrachter bei Pinterest knackst

Sorry, für den Click-Bait-Titel.😏

Aber jetzt, wo du schon mal da bist – lass uns doch mal über erfolgreiche Pinterest-Accounts reden. Und damit meine ich: so richtig, richtig erfolgreiche Accounts. Die mit mehreren Millionen monatlichen Betrachtern und sechsstelligen monatlichen Klickzahlen. Für einen Pin versteht sich.😉

Vor einigen Tagen habe ich zusammen mit anderen Unternehmen, Beratern und zwei Pinterest-Mitarbeiterinnen Kitchen Stories in ihrem Berliner Office besucht, um ein bisschen über Pinterest zu philosophieren. #nerdalert

Und ich habe eine Meeenge darüber gelernt, was große Accounts auf Pinterest so treiben, und dir quasi eine Anleitung erstellt, wie auch du die 10 Millionen monatlichen Betrachter auf Pinterest knackst.

Und warum das vielleicht ein nicht ganz so gutes Ziel ist (hehe 😏), erfährst du dann ganz am Ende des Blogartikels.

Legen wir los!

Wie du die 10 Mio..png

#1 Pinterest hat oberste Priorität

Größere Accounts machen Pinterest nicht einfach nur nebenbei. Nö. Nein. Njet. Für Pinterest werden Ressourcen locker gemacht, ich sag’s dir. Da gibt es 1–2 Menschen im Team, deren Hauptbeschäftigung Pinterest ist und die täglich Pins erstellen, Content-Ideen entwickeln, Formate testen … eben all die Dinge machen, die man für Pinterest so macht.

Das ist nicht einfach nur: Wir setzen mal einen Pinterest-Account auf und pinnen mal ein bisschen vor uns hin. Oh nein. Da steckt ganz schön viel Zeit, Energie und Gehirnschmalz dahinter. Nichts mit angezogener Handbremse, sondern volle Pinterest-Kraft voraus.

Klar, als Einzelunternehmerin hast du vermutlich keine extra Pinterest-Marketing-Fachfrau an deiner Seite – Wobei: warum eigentlich nicht?! Write me! –, doch Hand aufs Pinterest-Herz: An welcher Stelle steht Pinterest bei dir? Wenn es erstmal tausend Dinge gibt, die wichtiger sind (was an sich natürlich absolut ok ist!), dann brauchst du dich zumindest nicht wundern, warum es mit dir und Pinterest nicht so recht was wird. 


#2 Erfolgreiche Pinterest-Accounts orientieren sich am Pinterest-Nutzer

Erfolgreiche Pinterest-Accounts denken nicht: „Das ist halt unser Design. Und das ist unser Branding. Und wir haben nunmal dieses EINE Layout und diese Farben. Lass uns das jetzt mal auf Pinterest genau so durchboxen, bis jeder verstanden hat, dass wir die Geilsten sind!” 

Erfolgreiche Pinterest-Accounts denken vielmehr: „Lass uns mal verschiedene Designs testen, lass uns mit Farben experimentieren und gucken, was besser ankommt. Lassen wir den Pinterest-Nutzer uns den Weg zeigen …“

Auch bei der Content-Erstellung gilt: Pinterest users first.

Erfolgreiche Pinterest-Accounts denken nicht: „Das sind halt die Themen, die uns interessieren. Das sind die Themen, für die wir stehen. Und wir bewegen uns keinen Millimeter auf die Wünsche und Interessen der Pinterest-Nutzerinnen zu.“

Erfolgreiche Pinterest-Accounts gehen regelmäßig den umgekehrten und überlegens sich: Was sind die plattformspezifischen Trends? Was für saisonale Anlässe stehen an? Wonach suchen Pinterest-Nutzer konkret? Und DANN machen sie sich an die Content-Planung. 

Der Vorteil liegt natürlich auf der Hand: Was trendet und wonach tatsächlich auch gesucht wird (schließlich ist Pinterest eine Bilder-Suchmaschine!), hat viel größere Aussicht auf Erfolg. 

Übrigens: Nicht selten sind die erfolgreichsten Pins der Accounts dann eine faustdicke Überraschung. 

Doch das finden die Accounts nicht weiter schlimm. (Es geht ihnen nämlich nicht so sehr darum, was ihnen gefällt und was sie als Content Creator schön finden, sondern darum, was beim Pinterest-Nutzer gut ankommt.) Vielmehr ist es für sie der Antrieb, immer offen, flexibel und ganz nah an den Wünschen und Vorlieben der Pinterest-Nutzer zu bleiben.

#3 Erfolgreiche Accounts pinnen täglich

Noch einmal klipp und klar von Pinterest bestätigt: Das Wichtigste ist, dass du regelmäßig pinnst. Nicht heute 60 Pins und dann wieder mal zehn Tage gar nichts, sondern kontinuierlich, täglich, über einen längeren Zeitraum.

Ob das nun 5 Pins sind oder 15 Pins – das ist in der Tat gehüpft wie gesprungen bzw. funktioniert einfach für jeden anders. Einige Accounts fahren bereits mit 5 Pins täglich gut, andere mit 15 oder noch mehr. 

Wichtig ist, und da waren sich alle einig, dass es deine besten Pins sind. Pinne also nicht einfach nur irgendwas, einfach damit du eine willkürlich festgesetzte Zahl erreichst, sondern pinne richtig geilen Content!

Auch die Frage nach „manuell vs. Planungstool“ spielt eine eher untergeordnete Rolle in der Pinterest-Strategie. Viele haben in der Tat mit Tailwind gepinnt, aber für einige hat auch das interne Pinterest-Planungstool gute Dienste geleistet. Hauptsache ist, du pinnst.

Und weil mich immer wieder so viele fragen und eine Menge Verschwörungstheorien im Umlauf sind, hier die offizielle Bestätigung von Pinterest: Ausschließlich über Tailwind zu pinnen, bringt dir keine Nachteile. Auf Pinterest manuell zu pinnen oder den nativen Scheduler zu nutzen, bringt dir keine nennenswerte Vorteile. Mache dir also nicht so viele Gedanken und pinne einfach!

#4 Erfolgreiche Pinterest-Accounts pinnen überwiegend eigene Inhalte

Diese Frage ist wohl so alt, wie es (Pinterest-)Menschen gibt: Kann/soll/darf/muss ich ausschließlich eigene Inhalte pinnen oder sollen auch fremde Pins darunter sein? Und wenn fremde Pins, dann in welchem Verhältnis zu eigenen Inhalten? Und sowieso und überhaupt. 

Stopp: Erfolgreiche Pinterest-Accounts machen sich nicht so viele Gedanken um so einen Tüddelkram. Sie pinnen einfach. Solange sie nur wenig Content haben, 5 Mal am Tag. Später mehr. Wenn es thematisch passt, ergänzen sie ihren eigenen Content mit fremden Pins. Manchmal pinnen sie auch englischsprachige Pins weiter, wenn es dazu nur wenig gute deutschsprachige Pins gibt (zum Beispiel für Halloween).

Also nochmal zum Mitschreiben: Es gibt kein magisches Verhältnis von eigenem und fremdem Content, das für alle gleichermaßen gut funktioniert. Teste es einfach für dich!

Pinterest hat hier übrigens betont, dass sie jeder Brand empfehlen, vorrangig eigene Inhalte zu pinnen. Denn nur mit eigenen Inhalten lassen sich die Unternehmensziele (Brand Awareness, Traffic, Conversions) erreichen.

#5 Erfolgreiche Accounts haben eine Meeenge eigenen Content 

Apropos eigener Content: Mit nur drei Blogartikeln kommst du (leider) nicht sooo weit auf Pinterest. Denn selbst wenn du für jeden Blogartikel zehn Grafiken erstellst … irgendwann ist dein Fundus aufgebraucht. 

Erfolgreiche Pinterest-Accounts zeichnet deshalb aus, dass sie einen schier nicht enden wollenden Vorrat an Content mit Mehrwert haben. 

Pinterest hat hier ebenfalls nochmal klar kommuniziert, dass sie eigenen, deutschsprachigen Content immer bevorzugt ausspielen. 

Doch wie genau der Algorithmus auf Pinterest funktioniert wollten sie leider nicht verraten. (So ein Mist aber auch!)

#5 Erfolgreiche Pinterest-Accounts testen neue Formate

Erfolgreiche Pinterest-Accounts sind offen für neue Formate. Ob Story Pins oder Videos – sie sind in der Regel early adopters und ruhen sich nicht auf dem Standard-Pin-Format aus.

Die meisten Einzelunternehmerinnen (und da schließe ich mich jetzt mal mit ein) sind aber eher faul, wenn es um das Thema neue Funktionen auf Pinterest geht. („Oh nein, schon wieder was Neues!“) 

Doch was ein verschenktes Potential! Bei vielen großen Accounts waren es insbesondere Videos (als Ad!) oder Story Pins, die durch die Decke gegangen sind. 

Besonders spannend: Auch nicht hochwertig produzierte Videos haben bei einem Unternehmen super performt. Doch das stellt man eben erst dann fest, indem man neue Formate für sich testet!

#6 Erfolgreiche Pinterest-Accounts erstellen mehrere Pins pro Content Piece

Auch die Frage, wie viele Pins man nun per Content Piece erstellen soll, ist ein Oldie but Goldie. 

Was erfolgreiche Pinterest-Accounts machen und Pinterest empfiehlt? Ganz klar: Mehrere Pins pro Blogartikel zu erstellen. Reines Foto, Foto + Text, langer Text, kurzer Text – für Kitchen Stories zum Beispiel gibt es kein Entweder-Oder. Sie bieten standardmäßig fünf verschiedene Varianten eines Pins an, damit für alle Geschmäcker etwas dabei ist. 

Die Pinbeschreibung wird dabei – zumindest leicht – variiert. Das ist besser fürs Pinterest-SEO. 

#7 Erfolgreiche Pinterest-Accounts haben eine für Pinterest optimierte Website

Der vielleicht spannendste Insight für mich persönlich war: Der erfolgreichste Pin von Kitchen Stories war ein Pin, den gar nicht sie erstellt haben, sondern ein Pinterest-Nutzer direkt von ihrer Website.

Merke: Pinterest-Marketing findet nicht nur auf Pinterest statt, sondern zu einem großen Teil auch auf der Website.

Deine Blogartikel müssen so optimiert sein, dass die Leser jederzeit Pins direkt von der Website erstellen können. 

Achte daher unbedingt auf

  • vertikale Grafiken im Blogartikel und

  • einen Merken-Button 

#8 Erfolgreiche Pinterest-Accounts fokussieren sich auf Content und Pins

Erfolgreiche Pinterest-Accounts haben in ihrem Pinterest-Marketing zwei Schwerpunkte (und die wurden von Pinterest quasi abgesegnet!):

  • sie erstellen richtig geilen Content 

  • und sie erstellen richtig geile Pins

Im Gegensatz dazu machen sich viele meiner Kunden viel zu viele Gedanken um eher unwichtige Details: Soll ich Keywords in der Pinnwandbeschreibung mit Kommas abtrennen oder geht auch ein Semikolon?! Soll ich zwei fremde Pins täglich pinnen oder sind drei besser?! Sollte ich nicht doch lieber direkt in Pinterest pinnen oder reicht Tailwind aus?!

All diese Fragen sind, so mein Eindruck, reine Zeitverschwendung.

Spannend für mich war auch: Die meisten verbringen gar nicht sooo viel Zeit mit Tracking und Analyse. Der Fokus liegt ganz klar auf der Erstellung von frischem Content. 

#9 Erfolgreiche Pinterest-Accounts geben nicht sooo viel auf die Betrachter-Zahl

Natürlich sehen wir sie alle: Die Betrachterzahl. Und wenn da 10 Millionen steht, sind wir beeindruckt. Bei 100 … not so much.

Und so sehr man vielleicht auch die Zahlen der Mitbewerber im Blick hat und auch freut, wenn die eigene Zahl plötzlich höher ist – erfolgreiche Accounts wissen, dass es in der Regel kaum Relation zum Traffic gibt. Und deshalb liegt der Fokus ganz klar auf anderen Parametern. 

Auch Pinterest hat übrigens bestätigt, dass wir uns nicht an der Betrachterzahl orientieren sollten, da sie immer auch fremde Pins beinhaltet und daher in den meisten Fällen nicht aussagekräftig ist.

Stattdessen solltest du dir klar machen: Du bist dein bester Mitbewerber. Vergleiche dich nicht mit anderen Accounts und wenn du eine Challenge brauchst, dann konkurriere mit deinen Zahlen vom letzen Monat und nicht mit anderen Pinterest-Accounts.  

Alles klar? Dann steht deinem erfolgreichen Pinterest-Account nun nichts mehr im Wege.😉