Bloggen mit Evernote

Wenn du regelmäßig bloggen und dabei effektiv und effizient arbeiten willst, brauchst du einen Plan. Ein System.

Ich bin davon überzeugt, dass es nicht das perfekte System rund um die Blogorganisation gibt. Aber es gibt ein System, das für dich perfekt ist.

Heute möchte ich dir zeigen, wie ich meine Blogartikel mit Evernote recherchiere, schreibe und verwalte. Es ist mein perfektes System, weil ich damit effektiv und effizient arbeite. Vielleicht ist es ja auch für dich das Richtige.

 

Evernote für Blogger
 

Was ist Evernote?

Wenn du schon länger bloggst, dann kennst du es sicherlich. Ansonsten kommt jetzt eine kleine Einführung in dieses großartige und so einfach zu bedienende Tool.

Evernote ist nichts Geringeres als „dein virtuelles Gedächtnis“. So wird die Anwendung zumindest auf der Evernote-Website beworben, und aus meiner Sicht ist das keine Übertreibung. Egal, was du in deinem „virtuellen Gedächtnis“ festhalten möchtest, mit diesem großartigen Tool ist es (meist) kein Problem. 😃

 

Wie funktioniert Evernote?

Dabei funktioniert Evernote denkbar einfach: Es gibt Notizen, Notizbücher und Notizbuchstapel.

Nehmen wir an, du bist eine Foodbloggerin. Zuerst legst du dir ein Notizbuch an, das du beispielsweise „Pasta“ nennst.

In diesem Notizbuch kannst du jetzt beliebig viele Notizen anlegen, zum Beispiel für jedes Pastagericht eine Notiz, also: „Spaghetti Bolognese“, „Pasta Napoli“, „Penne mit mediterranem Gemüse“ etc. In diesen Notizen kannst du dir das Rezept mit dem zugehörigen Bild speichern.

Natürlich kannst du dir auch beliebig viele Notizbücher anlegen, neben „Pasta“ zum Beispiel auch „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“ etc.

Thematisch gleiche Notizbücher fasst du in einem sogenannten Notizbuchstapel zusammen. So würden die Notizbücher „Pasta“, „Reisgerichte“ und „Kartoffelgerichte“ beispielsweise den Notizbuchstapel „Hauptspeisen“ ergeben.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Schlagworten, sogenannten Tags, zu arbeiten. Hier legst du beispielsweise das Notizbuch „Hauptspeisen“ an, wo du ALLE Notizen zum Thema Hauptspeisen sammelst. Jede Notiz kannst du jetzt mit entsprechendem Tag (also „Pasta“, „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“) versehen und anschließend gezielt nach diesem Tag suchen. Mit dieser Variante hast du weniger Notizbücher und Notizbuchstapel. Ich finde aber die erste Variante übersichtlicher.

 

Warum ist Evernote fürs Bloggen so praktisch?

  • Informationen sammeln: Du kannst in Evernote Ideen und Inspiration für deine Blogartikel sammeln und deine Rechercheergebnisse festhalten. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob es sich um Links handelt, Bilder oder Texte. Du kannst sogar Artikel aus dem Internet „ausschneiden“ und sie speichern.
  • Informationen ordnen: Du kannst mit Evernote nicht nur alles, was dir wichtig ist, sammeln, sondern – was vielleicht noch wichtiger ist – auch ganz leicht wiederfinden. Egal ob du jetzt mit den Schlagworten arbeitest oder mit Notizen, Notizbüchern und Notizbuchstapeln.
  • Schreiben: Du kannst in Evernote hervorragend Texte schreiben und in deine Texte mühelos Bilder einfügen. (Wenn du wie ich früher deine Texte mit Word geschrieben hast, weißt du das sicherlich zu schätzen …)
  • Organisieren: Du kannst mit Evernote wunderbar organisiert bleiben, weil du Checklisten und Tabellen einfügen und so To-Do-Listen anlegen oder Redaktionspläne erstellen kannst.
  • Überall verfügbar: Du kannst Evernote im Browser und als App am PC oder Smartphone benutzen. Damit kannst du jederzeit und überall auf deine Notizen zugreifen und sie ergänzen. Auch unterwegs.

 

Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte

Nun aber Butter bei die Fische. So verwalte ich meine Blogartikel mit Evernote:
 

Fünf Notizbücher

Ich habe mir fünf Notizbücher angelegt:

  • A. Blog-Ideen
  • B. Blogartikel (in Arbeit)
  • C. Blogartikel (geschrieben)
  • D. Blogartikel (veröffentlicht)
  • E. Redaktionspläne

Diese fünf Notizbücher habe ich zu dem Notizbuchstapel „Pinkbiz-Blog“ zusammengefasst. Wie du siehst, habe ich damit alles, was den Inhalt des Pinkbiz-Blogs betrifft, gleich im Blick:

 

Notizbuch: A. Blog-Ideen

In dem Notizbuch „A. Blog-Ideen“ sammle ich, wie es der Name sagt, die Ideen für meine Blogartikel.

Jede Idee bekommt eine eigene Notiz. So hieß die Notiz zu diesem Blogpost beispielsweise „Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte“. In diese Notiz habe ich die ersten Ideen zu diesem Blogpost festgehalten und gebrainstormt, Screenshots eingefügt, Rechercheergebnisse (Informationen, Bilder und Links) gesammelt und schließlich die Struktur des Blogartikels angelegt.

Wie du siehst, ist diese Art, die Ideen für Blogartikel festzuhalten, für mich recht produktiv. Über hundert Ideen warten nur darauf, zu Blogartikel verarbeitet zu werden.
 

Notizbuch: B. Blogartikel (in Arbeit)

Wenn aus der ersten Idee ein ausgereiftes Text-Konzept wird, verschiebe ich die Notiz in das Notizbuch „B. Blogartikel (in Arbeit)“.

In diesem Notizbuch befinden sich also die Blog-Ideen, die bereits umfassend reflektiert, recherchiert und strukturiert wurden, kurz: Ideen, die bereit sind, geschrieben zu werden.

Ideal ist es aus meiner Sicht, an zwei bis vier Blogartikeln parallel zu schreiben. Warum? Immer wenn ich beim Schreiben ins Stocken komme und mich dabei ertappe, alle fünf Minuten Twitter oder Pinterest checken zu wollen, weiß ich, dass ich einfach nicht ganz bei der Sache bin. Anstatt ins Motivationsloch zu fallen, gehe ich einfach zum nächsten Blogartikel in diesem Ordner über und arbeite daran weiter.
 

Notizbuch: C. Blogartikel (geschrieben)

Wenn ein Blogartikel fertig geschrieben ist, verschiebe ich ihn in den Ordner „C. Blogartikel (geschrieben)“. Hier darf sich der Text ein paar Tage ausruhen und seinen verdienten Schönheitsschlaf halten. 😃

Mit einem frischen Blick überarbeite ich diesen Text noch einmal, überprüfe ihn auf Stringenz und Plausibilität und lese ihn schließlich Korrektur. (Es ist unglaublich, wie viele Schusselfehler frau entdeckt, wenn sie den Text für einige Tage in Ruhe lässt!)

Wenn sich in diesem Ordner drei bis vier fertige Texte angesammelt haben, pflege ich die Texte – in einem Rutsch – in WordPress ein und lege ein Veröffentlichungsdatum fest.
 

Notizbuch: D. Blogartikel (veröffentlicht)

Veröffentlichte Texte werden nun in den Ordner „D. Blogartikel (veröffentlicht)“ verschoben und so archiviert.
 

Notizbuch: E. Redaktionspläne

In dem Notizbuch „Redaktionspläne“ wird jeder Monat in einer separaten Notiz geplant. Für jeden veröffentlichten Blogartikel lege ich in dieser Notiz das Veröffentlichungsdatum und das Posten auf meinen Social-Media-Kanälen fest. Dazu lege ich eine Checkliste an, in der ich jeden notwendigen Schritt rund ums Schreiben, Veröffentlichen und Promoten abhake. Am Tag des Bloglaunchs beispielsweise habe ich drei Blogartikel auf einmal veröffentlicht. Dank Redaktionsplan habe ich so immer den Überblick behalten:

Von der Idee über das Text-Konzept bis zum fertigen Blogartikel – aus meiner Sicht ist Evernote perfekt fürs Bloggen. Wie sind Menschen früher bloß ohne dieses mächtige Tool ausgekommen? 😃